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einen größren moraliſchen Einfluß üben, als die Jeſuiten auf die jungen Leute, welche ſie im römiſchen Collegium unter⸗ weiſen. Während der politiſchen Unruhen, welche, wie ein Widerhall der Bewegungen in Paris von 1830, im Jahre 1831 Italien erſchütterten, ſahen ſich ſämmtliche Univerſitä⸗ ten, ſelbſt die gelehrte Sapienza genöthigt, ihren Curſus aus⸗ zuſetzen. Blos das römiſche Collegium ſetzte ſeine Lehrgänge fort; ſo viel Gewalt übten die Jeſuiten über ihre Schüler. In ihren Händen iſt die Unterweiſung der Jugend beſtändig ein Mittel zur Erwerbung und Unterdrückung geweſen.
Der junge Salvi durchſchauete bald den Standpunkt ſeiner Lehrer und wußte ſich vor ihrem Einfluſſe zu bewah⸗ ren. Wie die Superioren(Oberen) durch die unte weiſenden Lehrer von den ausgezeichneten Fähigkeiten die s Zöglings benachrichtigt wurden, verſchwendeten ſie die reichſten Liebko⸗ ſungen und Schmeicheleien an ihn, um ihn zum Eintritte in die Kompagnie ihres Ordens zu vermögen. Sie vertraueten ihm, was ſonſt nur den Ihrigen geſchieht, ein Lehramt an; allein Salvi erkannte ſehr bald die Hinterliſt des gegen ihn gerichteten Wohlwollens. Bevor er ſich von dem natürlichen Hange, der ihn zum Unterrichtsweſen zog, fortreißen ließ, wollte er diejenigen ken nen lernen, mit denen er gemeinſchaft⸗
lich arbeiten ſollte.
Sein gerader Sinn, die angeborene Offenheit und die Unſchuld ſeiner Seele, mit einem Worte, alles Reine, Große, Edle, Chriſtliche ſchauderte vor der entſetzlichen Verdrehtheit


