vorauf; bei ihm ſind dieſe finſteren, widerrechtlichen Angebe⸗ reien ein weſentlicher Theil des geheimen Staatsgewebes. Die römiſche Polizei beſchränkte ſich nicht auf die„heilige Stadt;“ durch die geiſtlichen Orden, welche ſeinem Willen und Befehle unterworfen ſind, ſtrebte der heilige Stuhl die Geheimniſſe der Könige und Völker zu durchdringen. Die Beichtſtühle aller katholiſchen Fürſten hatten in den Hallen des Vaticans ein Echo.
In Rom miſchen ſich faſt Alle, welche mit Staatsange⸗ legenheiten zu thun haben, in die Polizei, nicht etwa aus Pflicht ſondern aus Eifer, um ſich nützlich zu zeigen und in unbeſchäftigten Augenblicken etwas zu verdienen und ſo ihre Mußeſtunden erſprießlich anzubringen. Die ganze Kirche vom niedrigſten Küſter bis zu den Gliedern des heiligen Collegiums iſt in dieſer Miliz einregiſtirt. Die Angeberei und Ausſpähung machen einen Theil der Pflichten aus, welche den Weltgeiſtlichen auferlegt ſind. An die Seite dieſer ungeheuren Schaar geſellen ſich die geiſtlichen Orden, die Anhänger der Geiſtlichkeit und das devote Volk. Den Staats⸗ beamten wäre übel gerathen, wenn ſie ſich nicht mit allen
Kräften an dieſe Verbrüderung anſchließen wollten; ſelbſt die
Armee ſchließt ſich nicht aus. Noch ein andrer Theil der römiſchen Bevölkerung nimmt an dieſen Machinationen Theil; dies iſt der in Rom ſo zahlloſe Schwarm von Bettlern, Ban⸗ diten und öffentlichen Dirnen, die Dienerſchaften, die Cicero⸗ nis und die ganze Menge, welche ihr abenteuerliches Zufalls⸗
leben mit den Fremden in Berührung bringt; kurz Alles,


