Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Dieſe Worte ließen Stephan nicht mehr zweifeln; Carlo war's, der ſie geſprochen.

Er ſtieß gegen die Thüre, welche ohne Widerſtand nach⸗ gab. Stephan fuhr einige Schritte zurück, ſchwere Wein⸗ dünſte ſchlugen ihm bei ſeinem Eintritte entgegen. Eine Lampe, in der ein ſtinkendes Oel brannte, hatte den engen, licht⸗ und luftloſen Raum mit einem dichten, ſchwarzen Qualme erfüllt, der Kehle und Naſe zuſammenzog. Der Dunſt von Wein und Branntwein hatte, mit anderen Ausdünſtungen vermiſcht, eine dicke, verpeſtete Atmoſphäre gebildet, in wel⸗ cher ein Dutzend wackrer Zecher die Nacht verbrachte.

Carlo's Kameraden ſahen um kein Haar beſſer aus, als dieſer. Ihre Mienen, ihre Tracht, ihr Geſpräch und die ganze Haltung und Benehmungsweiſe beurkundeten ſie als wahre Banditen; ihre langen Meſſer lagen ohne Scheide auf dem Tiſche und waren ohne Zweifel bereit, ſich in die Un⸗ terhaltung zu miſchen und die Streitigkeiten des Spiels zu entſcheiden. Geſichte und Blicke der Spieler waren glühend entflammt und ſtark geröthet, die Stimmen klangen rauh und weinſchwer: es war ein Bild der Trunkenheit in ihrer ganzen Häßlichkeit.

Stephan wollte ſich zurückziehen, denn er bedachte ſehr richtig, daß in dem Zuſtande, worin Carlo ſich befand, nichts mit dem Manne anzufangen ſei. Dieſer aber erhob ſich und näherte ſich ſchwankend dem jungen Herrn. Er erfaßte einen Knopf ſeines Gewandes und hielt ſich daran feſt, um nicht