Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Verdammter Trunkenbold rief er; der Orvitowein, den er geſtern getrunken, läßt ihn heute ſchlafen wie ein Murmel⸗ thier!... Carlo l... Carlo!...

Die Schläge, welche die Pforte erſchütterten, die fern⸗ hin tönenden Anrufe blieben ohne Erwiderung.

Das Haus des Carlo befand ſich in ſeiner Ablegenheit am äußerſten Stadtende eine Strecke von den angrenzenden Wohnungen getrennt.

Stephan begab ſich unter Verwünſchungen gegen Carlo und Seinesgleichen auf dem Rückweg. Er kam an einer kleinen Oſteria von üblem Ausſehen vorbei und vernahm aus dem Innern die leidenſchaftlichen Ausrufungen der AMurra, dieſes Spiels, welches das geſammte italieniſche Volk von den Alpen bis Kalabrien mit Worten und Gebehrden ſpielt und zwar mit einem Eifer, der der Heftigkeit und den Aufwallungen eines Streits gleicht. Unter den erſchallenden Stimmen glaubte Stephan die Carlo's zu erkennen. Er klopfte leiſe, um den Wirth und ſeine Trinker nicht in Unruhe zu bringen, und die niedrige Thüre, welche in das Gaſtzimmer führte, öffnete ſich vorſichtig und ſchloß ſich ſo⸗ fort wieder.

Stephan vernahm, daß man leiſe redete, und hörte ſo viel, daß es ſich um ihn handele.

s iſt ein Siar, ſagte eine Stimme im transteverini⸗ ſchen Patois.

Macht ihm auf! verſetzte eine andre Stimme; er bringt uns Arbcit.