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fällt einer ſchlaftrunkenen Schlaffheit, man ringt vergeblich gegen die Starrſucht und Unthätigkeit. In der Villa Medieci iſt es eine Redensart geworden, daß der Franzoſe nach ſeiner Ankunft in Rom zwei Jahre ſchlafe, ohne zu erwachen.
Doch iſt das Klima nicht die einzige Urſache dieſer Er— ſchöpfung. Die römiſche Lebensweiſe iſt durchaus für wollüſti⸗ ges Träumen geſchaffen; haben ſie doch ſelbſt als höchſtes Gut jenes dolce far niente ausgerufen, das ſie wie eine Tugend achten.
Nur in einem Punkte zeigt Rom eine erſtaunliche Thätig⸗ keit; jede unbedentende wie großartige Zerſtreuung, von den Feierlichkeiten der Kirche bis zum Schauſpiele der Zurrattini, jener einzigen Maniotten, von der Puleinella bis zum ſantiſſimo Zambino, machen die Lieblingsvergnügen der Römer des neunzehnten Jahrhunderts aus.
Sie, Noemi! werden auf Ihren Wanderungen durch Rom mehr als ein Mal Gelegenheit gefunden haben, die Rich⸗ tigkeit dieſer Angabe wahrzunehmen.
Man läß ſich von dem Strome fortreißen, man folgt der Menge, und die verlorene Zeit iſt für immer dahin, wie der lateiniſche Dichter ſagt. Nicht wahr, Dom Salvi?
Was ſoll ich Ihnen andere Arten von Verlockungen be⸗ zeichnen, welche den Ankömmling von ſeiner Thätigkeit ab⸗ wenden und in Unordentlichkeiten ſtürzen; dieſe Plagen, theure Noemi, werden ſich auch noch an Ihre Schritte hef⸗ ten: ich will wenigſtens nicht im voraus Ihre Gedanken damit trüben. Nur ein Wort noch zum Schluſſe. Man


