Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Rechnen Sie nun zu dem Allen noch ein Leben voll Entbehrung und Elend, deſſen Laſten häufig größer ſind, als daß der Leichtſinn und frohe Muth der Jugend ſie überwinden könnte, ſo werden Sie es ſehr begreiflich finden, wenn ſo oft unter der Reue über die Vergangenheit, dem Elend der Ge⸗ genwart und der trüben Ausſicht in die Zukunft das Talent unterlegen iſt.

Sie übertreiben! rief Noemi voll Entſetzen aus.

Wiel verſetzte Jules, wenn ich Ihnen nun ſchlicht⸗ weg meine eigene Geſchichte, die Leiden meiner Jugend er⸗ zählt hätte?

O mein Gott!

Und wenn nun nach ſolchen Prüfungen der Rauſch des Sieges und des Triumphes ankommt, ſo findet er den Beglückten verwirrt und ohne Verſtand: der große Preis die goldene Medaille, die Ehre öffentlichen Ruhms, die Krone des Inſtituts, Rom und fünf Jahre einer ehrenvollen, ge⸗ müthlichen Exiſtenz...

Das iſt ein ungeheures Glück. Mit welchem Entzücken ergreift man den Beſitz deſſelben, die Freude über den großen Erfolg treibt die Gedanken in ſchwindelnde Regionen und läßt von Glück und Ruhm träumen!.

Und dann liegt für die Künſtler in dem Namen Rom etwas Magiſches, es verſetzt uns angeſichts der Kunſt der größten Epochen und des Glanzes aller Zeiten.

Achl rief Noemi, welche von demſelben Enthuſiasmus er⸗ griffen wurde, wie entzückt es mich, Sie ſo reden zu hören. Daran

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