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Dieſe betrübenden Annalen der franzöſiſchen Akademie, welche Jules Noemi nicht verheimlichte, ſind für jeder⸗ mann ein Gegenſtand der Verwunderung geweſen: die Rei⸗ ſenden, das Gouvernement, die Künſtler und die ſich in alles mengenden Diplomaten, Zöglinge wie Direktoren haben die Urſache dieſes Uebelſtandes nicht begriffen, und alle Jahre zeigt man den Thatbeſtand bei Kammer und Inſtitut an, ohne je ein Heilmittel zu entdecken. Jules erklärte die Gründe dieſes Mißverhältniſſes höchſt einfach..
— Die mit dem erſten Preiſe Gekrönten, ſagte er, ziehen von Paris nach Rom mit einer von Dünkel und Stolz auf⸗ gebläheten Meinung von ſich ſelber. Der Erfolg, den ſie in der Schule errungen, ſcheint ihnen das Ziel ihrer Studien zu ſein; ſie begreifen nicht, daß ſie eben erſt zum Beginn derſelben abgeſchickt werden.
Die Lehrer ſind ihren Theils nicht geſcheidter als die Zöglinge; faſt hat es den Anſchein, daß, wo dier Erfahrung bei dem einen Theile nicht vorhanden iſt, ſie auch dem anderen verloren iſt. Statt die Zöglinge in Rom einer geordneten Zucht zu unterwerfen, ohne deshalb gerade ſtreng und ſchul⸗ meiſterlich zu werden, überläßt man ſie mit einem Male einem regelloſen, ungezügelten Leben.
Um die Verkehrtheit dieſes Verfahrens zu begreifen, muß man die Verhältniſſe von der Mehrzahl der Zöglinge, welche ſich der Ausübung der Kunſt hingeben, kennen. Faſt Alle ſind aus der ärmern Klaſſe hervorgegangen, Viele von ihnen haben dem Berufe zu der oft ſo undankbaren Kunſt nur
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