Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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geſchickt. Der Kupferſtich gelangt nur alle zwei Jahre zur Preisbewerbung, die hiſtoriſche Landſchaftsmalerei und Gra⸗ virkunſt in Medaillen nur alle vier Jahre. Die gekrönten Zöglinge bleiben fünf Jahre in Rom wo ſie vom Staate in Wohnung und Koſt erhalten werden und einen gewiſſen Gehalt zu Privatausgaben und für Bezahlung ihrer Modelle empfangen. Außer der Pflicht des Copirens haben ſie die Obliegenheit, jährlich ein Werk eigener Compoſition nach Paris zu ſenden. Dieſe Einſendungen werden im Palais des Beaux⸗Arts ausgeſtellt, und in der Jahresſitzung des Inſtituts darüber Rechenſchaft abgelegt. Klagen über die Nachläſſigkeit, womit der Obliegenheit nachgekommen wird, und Bedauern über die geringen Fortſchritte der Zöglinge bilden gemeinlich den Grundzug dieſes feierlichen Berichts.

Die franzöſiſche Akademie in Rom ſteht unter der Di⸗ rektion eines Mitglieds der Akademie der ſchönen Künſte; daſſelbe wird von letzterer Akademie auf ſechs Jahre erwählt. Stirbt ſolches vor der Zeit, ſo wird es proviſoriſch von dem Direktor der römiſchen Akademie St. Lukas erſetzt.

Unter den letztern Direktoren, welche faſt ſtets Maler waren, zählt man die Namen Guérin, d'Ingres und Horace Vernet.

Durchläuft man die Liſten der Preisvertheilungen ſeit zwanzig Jahren, ſo fühlt man ſich überraſcht, wie doch ſo wenige der gekrönten Namen berühmt geworden ſind. Einige haben einen mittelmäßigen Ruf erhalten, die Meiſten ſind vergeſſen.