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die Arbeit angefertigt war; es waren dies gleichſam Erin⸗ nerungen, welche eine Familie an das Kind knüpft, welches aus dem Hauſe ſcheidet.
Die Villa Medici, wo dieſe Seene vorfiel, liegt ſeit⸗ wärts vom Garten Pincio. Sie wurde 1540 von dem Kardinal Ricci nach dem Plane Annibal Lippi's erbauet; ſpäter wurde ſie Eigenthum der Großherzöge von Toscana, von denen ſie bis heute den Namen führt. In den erſten Jahren des jetzigen Jahrhunderts erwarb ſie die franzöſiſche Regierung durch Austauſch und beſtimmte ſie für das In⸗ ſtitut der Akademie, welches Frankreich ſeit dem ſiebenzehnten Jahrhunderte in Rom unterhielt. Bis hierher hatte das
von Ludwig XIV. gegründete Inſtitut ſich im Palaſt Man⸗
eini am Corſo befunden. Die Villa iſt durchaus der Beſtimmung angemeſſen, ſie hat die prächtigſte Lage von der ganzen Stadt; ihre
Bauart trägt ganz den Charakter des Stils und der bis
ins Kleinſte gehenden Pracht des Jahrhunderts Leo's X. Die Vorderſeite gewährt einen edlen, würdevollen Anblick; ſie iſt florentiniſchen und römiſchen Geſchmacks, florentiniſch in der ganzen Auffaſſung, römiſch in den einzelnen Theilen. Den zur Villa gehörenden Garten beherrſcht ein gewölbter Säulengang, unter dem ein hochliegender Spazierweg mit doppeltem Aufgange hinläuft: dieſer Theil des Gebäudes wird Michael Angelo zugeſchrieben. Oberhalb der Wände laufen antike Basreliefs hin. Das iſt aber auch alles, was
die Annehmlichkeiten der Tage zurückzurufen, während welcher


