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jenem Theile, der vom St. Petersplatze aus rechts von der großen Treppe zu den päpſtlichen Gemächern führt und mit einem breiten Gange auf den Hof Santo Damaſo läuft, wo vormals die zur Bildung der Facade des Vatikans be⸗ ſtimmten Säulenhallen ſich be anden. Noemi verweilte in der linken Halle, die Raphael durch ſeine unſterblichen Mei⸗ ſterwerke mit ewigem Ruhme gekrönt hat. Das Entzücken, welches ihr der wundervolle Anblick gewährte, raubte ihr den Sinn für alles Andre. Ganz in Anſchauen verſunken, wurde ſie auf einmal durch das nahe Gemurmel einer tiefen Stimme geweckt; ihr Blick wandte ſich dem Orte zu, wo⸗ her das Geräuſch kam und ſie bemerkte eine lebhafte Gruppe, die ein reizendes Bild abgab.
Ein Greis und ein junger Mann war es; letzterer copirte einige der wundervollen Geſtalten, welche vor ſeinen Blicken ſchwebten; ſeine Haltung war höchſt ehrerbietig, er ſchwamm vor ſeinem Modell, wie vor einem Himmelswerke,— in Entzücken. Der Andre war ein Greis, deſſen edel ge⸗ formtes Haupt von langem weißem Haar umfloſſen war. Die Züge ſeines Antlitzes waren von dem Zahne der Zeit nicht angegriffen, in ihnen lag eine ruhige, überirdiſche Hei⸗ terkeit gleich einem klaren Sonnentage. In dem Ausdrucke dieſer Figur war etwas Heiliges, ein Schimmer höherer Glückſeligkeit. Dem Kleide nach zu urtheilen, gehörte der Greis der Kirche an.
Die Züge des jungen Mannes kündeten Offenheit und friſchen Sinn. In der Tracht ſeines Bartes und Haares


