Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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ten, die lockere Mortadella; die auf Rosmarin gelagerten Wachteln, die gefrornen Geſälze und all die vortrefflichen Süßigkeiten wurden verſchmähet, und als Thereſe Monſignor das Glas Zalſamo di Jernſalemo, womit er täglich das Mahl eröffnete, darbot, wies Panfilio es mit beſtimmter Weige⸗ rung zurück und befahl barſch, ſie ſollte fortgehen und die „Freſſerei“, deren Geruch ihn anekele, fortſchaffen.

Solche kleine Vorfälle des Haushalts gewannen eine hohe Wichtigkeit, denn man muß wiſſen, daß Signora The⸗ reſe dem ganzen Hauſe ſagte:

— Monſignor muß ungemein verdrießlich ſein, er hat keinen Biſſen angerührt, obgleich ich ihm ſeine Lieblings⸗ ſchüſſeln bereitet hatte..

Indeß der Prälat ſtatt des zurückgewieſenen Mahls ſeinen Aerger verzehrt, wollen wir unſere Blicke einer andern Gegend zuwenden.

Im Ghetto neben der Wohnung Ben Sauls befand ſich ein kleiner, ſchattiger Garten, zu dem Luft und Licht nur durch tauſend Hinderniſſe dringen konnten. Das wenige empfindliche Grün dieſes traurigen, kümmerlichen, reizloſen Ortes gewann nur ein kaltes, kränkelndes Leben. Freilich ward dem abgeſchiedenen Orte, der ſich zwiſchen hohen um⸗ ringenden Mauern verlor, keine Pflege geboten. In Ita⸗ lien und vorzüglich in Rom halten die Inden ihre Woh⸗ nungen ängſtlich verſchloſſen, öffnen nur die nicht auf die Straße gehenden Fenſter und vermeiden jedes Auge aus der