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die Staatsſchulden als ſeine eigenen und kümmerte ſich um die Tilgung derſelben nicht.
Alle Diejenigen, welche mit irgend einer Forderung ſich bei der Schatzkammer einfanden, wurden gleich Dieben zurückgeworfen. Er hatte gegen alle Gläubiger des Staats eine Taktik, die er von dem Papſtthume Sirtus des Vierten gelernt hatte. Zu jedermann, der Geld zu holen kam, ſagte er:
— Es iſt zu ſpät, ich habe bereits Anderen zahlen müſſen, ſo daß mir ſelber nichts geblieben iſt.— Und er zahlte niemand. 3
Der Graf B. von Perugia hatte bereits ſeit langen Jahren eine ſolche Forderung. Es war nämlich zwiſchen ihm und dem Staate unter einem Vorgänger des gegen⸗ wärtigen Regenten ein Tauſchkontrakt über Beſitzthümer ab⸗ geſchloſſen. Das Gouvernement war bereits im Genuß des Eintauſches getreten, allein da es einſah, daß der Vortheil nicht auf ſeiner Seite war, ſo zögerte es von Tag zu Tage mit Erfüllung der übernommenen Gegenpflichten. Beim Regierungsantritte Gregors des Sechszehnten ſtellte ſich der bereits unter zwei vorhergegangenen Päpſten vergeb⸗ lich auf Erfüllung der Verpflichtungen dringende Graf von Neuem ein. Mehrere Finanzbeamte hatten unterdeſſen die Stelle gewechſelt und er wurde immer weiter vertröſtet. Das Rühmliche, welches alle Beamte von dem neuen Kardinal⸗Schatzmeiſter ſprachen, ermuthigte endlich den Gläubiger, ſich an den heiligen Vater ſelbſt zu wenden.


