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Augenblicklich ſtellten ſich die Feinde des Schatzmeiſters, und ein Mann von ſolcher Stellung hat deren immer die Menge, mit tauſend Anklagen gegen das Vermögen des Kardinals und die reichen Erſparniſſe, welche er außer ſei⸗ nem Gehalte aus dem Schatze genommen habe, ein. Von allen Seiten ſchrie man über Eingriffe in die Kaſſe.
Man erinnerte ſich, daß bei ſeiner Ernennung zum Kardinal der vormalige arme Kaplan einen außerordentlichen Luxus entwickelt habe. Bei Beſitznahme der ihm zugewie⸗ ſenen Kirche hatte er ſich, wie ganz Rom wußte, einer Ka⸗ roſſe bedient, die 14000 Thaler koſtete und überall mit Gold verziert war. Augenblicklich hatte der Witz ein ſpöttiſches Programm der Feierlichkeit gemacht. In der Beſchreibung der Karoſſe der neuen Eminenz lag die Gerechtigkeit zu den Füßen des Kutſchers, während die Klugheit recht ſanft hin⸗ ten auf dem Bocke eingeſchlafen war;z und man verſicherte, daß im Augenblicke, wo der Kardinal in die Kirche trat, das Orcheſter auf die harmloſeſte Weiſe die Symphonie aus der diebiſchen Elſter geſpielt habe.
Die Verwaltung der Finanzen iſt der dunkelſte Theil von Rom. Alles iſt der freien Willkür anheim geſtellt, Alles iſt verborgen und geheimnißvoll. Die Gelder werden ohne Controle eingezogen und ausgegeben, und die den Prälaten und Kardinälen ertheilten Aufträge zur Beaufſichtigung ſind nichts als eine Förmlichkeit.
Dazu kommt eine unverhältnißmäßige Vertheilung der Abgaben; die Provinz der Apenninen zum Beiſpiel zahlt
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