Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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ſich die Urſachen eines ſo außerordentlichen Ereigniſſes zu ergründen..

Man erſchöpfte ſich in Vermuthungen. Der heilige Va⸗ ter bezeigte dem Schatzmeiſter das größte Wohlwollen; er nannte ihn„den Unentbehrlichen.“ Er hatte ihn, wie wir be⸗ reits wiſſen, gegen allen Gebrauch am Hofe ſeine Stelle bei⸗ behalten laſſen, da er ihn zum Kardinal erhob. Wie war es möglich geworden, das derſelbe jetzt abtrat?

Die nachſtehende Erklärung der unbegreiflichen Zurück⸗ ziehung traf am Sicherſten den wahren Grund.

Eine franzöſiſche Dame, welche im beſten Anſehen ſtand und deren Einfluß die Macht der Donna Olimpia ſo bedeu⸗ tend geſchwächt hatte, beſaß an den Ufern des Tiber einen Wohnſitz, in dem ſie ſich oftmals aufhielt. In der Nähe 1 ließ der Kardinal⸗Schatzmeiſter ein fürſtliches Gebände auf⸗ führen, welches die ſämmtlichen anſtoßenden Wohnungen in ſich hineinzog. Die Dame beſchwerte ſich bei dem Papſte über dieſe eigenmächtige Gewaltthätigkeit ſeines Miniſters. Seine Heiligkeit wollte wiſſen, wie der Schatzmeiſter bei ſeinem Gehalte einen derartigen Palaſt erbauen könne. Der Miniſter antwortete mit verletzter Eitelkeit und da er ſich unentbehrlich an ſeinem Platze glaubte, vergaß er thörichter Weiſe die ſchuldige Mäßigung. Einige weitere Fragen, welche den erſteren folgten, erfuhren dieſelben unbeſtimmten, leiden⸗ ſchaftlichen, hochfahrenden Antworten.... Kurz, der Schatz⸗ meiſter bot, wie er ſchon mehrfach gethan, ſeine Entlaſſung an. Man faßte ihn diesmal beim Worte.

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