Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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daß die Koſten für Erhaltung des päpſtlichen Hauſes und alles Aufwandes, welchen die päpſtliche Macht und die Kar⸗ dinäle erheiſchen, nicht über 391,551 Thaler betrügen. Aber man hütete ſich wohl zu ſagen, daß die Glieder des heiligen Collegiums mit beträchtlichen Gütern und fetten Pfründen bedacht ſind. Was den heiligen Vater aber anbetrifft, ſo zieht er von den Einkünften der Kanzlei und des Sekreta⸗ riats der Breves des Löwen Antheil. Außerdem verfügt er nach ſeinem Gefallen über die anzuordnenden Kirchenfeier⸗ lichkeiten und deren Beträge. Auf dieſen Punkt werden wir noch zurückkommen.

Zu dieſem Aeußerſten war es gekommen, als auf einmal der Abgang des Kardinals⸗Vizeſchatzmeiſter Hof, Geiſtlich⸗ keit und Volk in Erſtaunen ſetzte. Jeder mußte glauben, daß die Zurückziehung dieſes Mannes von den Geſchäften, der in ſo beklemmenden Verhältniſſen durch ſo viele Klippen zu kommen verſtanden hatte, eine neue Vermehrung der be⸗ denklichen Lage abgebe. Der Schreck machte dem Erſtaunen Platz, allein bald gewann die Sorgloſigkeit und der Leicht⸗ ſinn der Römer wieder den gewöhnlichen Gang des Witzes und Spottes.

Eine Entlaſſung iſt ſchon eine große Seltenheit in Rom; und nun vollends die Dienſtaufgabe des Schatzmeiſters, die freiwillige Ablegung eines ſo beneideten Poſtens, das war ein nicht zu begreifender Vorfall. Daher machte die Muth⸗ maßung ſich angenblicklich darüber her und ein jeder bemühete

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