Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Mittel, und der Papſt mußte, ſeiner Tiara und Wiaiht ent⸗ kleidet, in der Verbannung ſterben.

Pius der Siebente verſuchte den Staatsbedarf durch Einrichtung einer Grundſteuer herbeizuſchaffen, mit der alle Eigenthümer ohne Ausnahme belegt werden ſollten. Die Geiſtlichkeit widerſetzte ſich dieſer Maßregel mit aller Kraft und verlangte, daß die Kirchengüter nicht mit Abgaben be— ſchwert werden ſollten. Von dem Kardinal Severoli ſtand nie zu erreichen, daß er die auferlegte Steuer für die an ſei⸗ nem Bisthume Viterbo hangenden Ländereien zahlte; er weigerte ſich bis zu ſeinem Tode. Nur mit der Zeit ver⸗ mochte man dieſe Weigerungen zu überwinden.

Die franzöſiſche Adminiſtration brachte die Finanzange⸗ legenheiten des römiſchen Staats in gute Ordnung, ſo daß man beim Tode des wieder in Beſitz des Landes gekommenen Pius des Siebenten alle Schulden des heiligen Stuhls ge⸗ tilgt und noch über eine Millionen Thaler diſponibel fand.

Leo der Zwölfte befleißigte ſich des Staatshaushalts durch verändertes Verfahren in den Abgaben; dies gelang ihm ſo vortrefflich, daß er die Manufakturen, den Handel und die Gewerbe des Landes ohne Schutz und Hilfe verkommen ließ und der Bau einer Straße in die Apenninen zur Aus⸗ beutung der dortigen Waldungen unterbleiben mußte. Das Geſammtreſultat war, daß bei dem Tode dieſes Papſtes eine Anleihe gemacht werden mußte, um die Koſten des Conclave zu decken.

Pius der Achte änderte an dieſen Zuſtänden nichts.