Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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zu verſichern, zum Kardinal. Doch gab es dabei eine Schwierigkeit; die Regeln des römiſchen Hofs erachten die Verrichtungen eines Oberſchatzmeiſters für unvereinbar mit der Kardinalswürde. Aber in Rom geht es mit dem Geſetze wie mit dem Gewiſſen, man weiß beides zu umgehen. Der neue Kardinal bekam den Titel Vieeſchatzmeiſter und folgte Monſignor dem Ex⸗Oberſchatzmeiſter im Amte.

Die Adminiſtration der Finanzen in den römiſchen Staaten iſt keiner Controle unterworfen; der Schatzmeiſter legt keine amtliche Rechenſchaft ab. Wenn ſeine Kaſſe leer iſt, ſo ſtrebt er ſie wieder zu füllen; der Prälat, dem die Sorge des Schatzmeiſterthums anvertrauet iſt, kann nicht ab⸗ geſetzt werden, welcher Grund auch dazu vorgeſchützt werde, ohne daß er nicht das Kollegium der Kardinäle, das heißt, in den Schooß der Unverletzbarkeit, aufgenommen werde; denn dieſe Herren der Kirche wollen ſich keinem Geſetze unter⸗ werfen, außer denen, die ſie ſelbſt auslegen. Man begreift, daß ein ſolcher Platz ſehr geſucht ſein muß und das Ziel alles ehrgeizigen Strebens iſt.

Die römiſche Macht trägt im eigenen Buſen den ver⸗ zehrenden Wurm, die Selbſtſucht; Greiſen von einem Tage in die Hände gegeben, wird ſie von den Päpſten in Anſpruch genommen, welche an keine Zukunft denken, im Augenblicke alles nehmen, was ſich erreichen läßt, die Hilfsquellen er⸗ ſchöpfen und nach ihrem Scheiden nur einen ausgeſogenen, verarmten Staat hinterlaſſen. Als noch die ganze Chriſten⸗ heit Rom zinsbar war, als die Königreiche, die Könige und

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