Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Seit einigen Tagen ſchien die ganze Stadt einer allge⸗ meinen Unruhe und Beſorgniß zur Beute geworden zu ſein. Im Quirinal, bei allen Würdenträgern der Kirche und den höheren Beamten, in den Salons, überall fragte und ant⸗ wortete man mit leiſem Geflüſter. Die Unterhaltungen auf öffentlichen Plätzen und unter dem Volke ſelbſt theilten dieſe Beklommenheit. Kein äußeres Anzeichen erklärte dieſen Zu⸗ ſtand, der gewöhnliche Lauf der Dinge ſchien durch nichts unterbrochen zu ſein und doch täuſchte die allgemeine Ahnung und Beſorgniß nicht, denn die Muthmaßungen des Volks haben immer eine bewundernswerthe Schärfe.

Ehe wir in unſerer Erzählung fortfahren, müſſen wir die Urſachen dieſer geheimen Aufregung der römiſchen Haupt⸗ ſtadt erklären, zumal die Gegenſtände, woran ſich dieſelbe knüpft, genau mit unſerer Erzählung zuſammenhängen, ſo daß wir, ohne von dem Gange abzuweichen, eines der ge⸗ heimnißvollſten Kapitel der Annalen Roms im neunzehnten Jahrhunderte antreffen.

Vor einigen Jahren war ein junger Abbé von dem beſcheidenen Range eines Kaplans zu dem hohen Amte eines Schatzmeiſters, mit dem Titel Monſignor, erhoben worden. Seine Talente und vorzüglich die von ihm geleiſteten Dianne rechtfertigten dieſe raſche Erhebung; niemals hatte ein päpſt⸗ licher Schatzmeiſter die öffentlichen Abgaben beſſer einzu⸗ treiben gewußt und die Schlüſſel des Schatzes vortrefflicher geführt. Der heilige Vater machte ihn, um einen ſolchen Diener würdig zu belohnen und ſich ſeiner Ergebenheit beſſer

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