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87 das ſo ganz natürlich zuſammen zu paſſen, und ich benutzte den Augenblick, um ein etwaiges Zuſammenfinden einzu⸗ leiten. Das iſt nun freilich nicht geglückt... doch hat viel⸗ leicht deshalb irgend jemand Verdruß gemacht: Sie wiſſen, Monſignorio, ich ſtehe zu Ihren Dienſten.
Bei den Worten zog er die Klinge eines langen Meſſers zur Hälfte aus dem Gürtel.
— Das iſt nicht nothwendig, entgegnete Stephan; aber Du kannſt zehn Zechinen verdienen, wenn Du mir bis morgen zu ſagen weißt, wer das Mädchen iſt, ihren Namen, Alter und Familie. Nun magſt Du gehen.
Carlo ging, ohne ſich umzuſehen und ohne den zu grüßen zu wagen, der ihn ſo unwirrſch entließ.
Stephan bediente ſich nur mit Widerwillen der Ein⸗ miſchung Carlos. Dieſer Menſch galt in Rom für einen ſabiniſchen Räuber, der von der römiſchen Regierung für den Verrath ſeiner Kameraden an die päpſtliche Polizei einen Jahrgehalt bezog. Dergleichen Gehalte ſind in Rom nicht ungewöhnlich; ihre Inhaber leben ohne die geringſte Behelli⸗ gung und ziehen regelmäßig ihre ausgeſetzte Summe, vor⸗ ausgeſetzt, daß die Macht der Gewohnheit ſie nicht wieder zu den alten Fehlern verleitet. Carlo trieb faſt alle verrufenen
Beſchäftigungen. Er war geboren zu Monteroſi, einer Stadt
in der Nähe Roms, deren Beſuch durch den Aufenthalt zahl⸗ loſer Banditen ſehr gefährlich war. Er war einer jener Leute, deren ſich die römiſche Geiſtlichkeit zu ihren Vergnügungen ſo häufig bedient. Wie alle ſeines Gleichen bot er ſeine Dienſte


