Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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aufgeregt und außer ſich ſahen, konnten ſeine Verſtörtheit nicht begreifen und er ſelbſt vermochte den Ausdruck des Stau⸗ nens nicht zu faſſen, der ihm von allen Angeſichtern entge⸗ genſtarrte; er floh die Geſellſchaft, die ihm heute aus lauter Dummen oder Einfältigen zu beſtehen ſchien.

Und wieder begann er ſeinen wilden Lauf durch die Straßen. Nachdem er alle Stadtviertel durchſtrichen, langte er an den Gittern des Ghetto an, eben als man dieſelben ſchloß. Unwillig über dieſes ſchlechte Zuſammentreffen, eilte er ſeiner Wohnung zu und warf ſich nieder, ohne ein Wort zu ſeinen Dienern zu reden, die über das niedergeſchlagene, finſtere Weſen ihres Herrn, der gemeinlich luſtig und geſprä⸗ chig heimkehrte, ſehr beſtürzt waren.

Stephan ſchlief nicht; ein Gedanke, ein einziger Ge⸗ danke, der Gedanke an Noemi hielt ihn wach. Die Nacht war drückend und peinvoll für ihn. Morgens beim erſten Strahle der Sonne rief er ſeine Leute, denen der heftige Lärm der Glocke die heute noch nicht verſchwundene üble Laune ihres Herrn bereits im voraus verkündete.

Der Kammerdiener erſchien und überreichte dem Herrn auf eiſelirtem ſilbernem Teller die eingelaufenen Zeitungen und Briefe. Stephan warf ſie zu Füßen des Betts, ohne ſie zu öffnen. Und doch waren ſie faſt alle ſo fein, ſo an— muthig, kokett gefaltet und hauchten einen ſo ſüßen Duft aus, daß die Neugierde wohl erregt werden konnte, ob denn der Inhalt dem lockenden Scheine entſpreche.

Obgleich die Dandy's von Rom die Gewohnheiten,

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