Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Panfilio antwortete nicht.

— Man muß die Jüdin tödten! rief Donna Olimpia im heftigſten Wuthausbruche aus. Nein, der Tod wäre zu füß für ſie... ſie muß in eine Falle gelockt werden, die entſetzlichſte Anklage— Gottesläſterung muß gegen ſie erho⸗ ben und ſie den Kerkern der Inquiſition überliefert werden. Die Engelsburg hat tiefe Kerker und die Apenninen uner⸗ gründliche Schlünde!

— Aber wozu ſollen uns dergleichen Grauſamkeiten nutzen? Werden ſie uns unſre verlorene Gunſt wiederſchaffen?

Donna Olimpia redete mit ſich ſelbſt.

— Welch Mißgeſchick! heute eben bezieht die Cajetanina, die mir ganz ergeben iſt, die Zimmer, welche man ihr im Quirinal eingeräumt hat, dicht neben denen des heiligen Vaters. Cajetanino, den ich aus dem Barbier eines Kar⸗

dinals zum Kämmerer des Papſtes gemacht habe, verſprach

mir, alles für den jungen Menſchen, den ich ihm vorſtellen ſollte, zu thun... ich konnte auf dieſe Weiſe unſrem Glücks⸗ ſterne wieder aufhelfen... eine knabenhafte Laune verdirbt den ganzen Plan. Haben Sie denn nur den einen Neffen, Monſignor Panfilio?.

— Nur einen, Gräfin... Hätte man meinem Rathe in einer gewiſſen Angelegenheit gefolgt...

— Stephan, ſprach die Gräfin weiter, ohne auf Pan⸗ filios Worte zu hören, würde von morgen an dem Papſte zur Seite geſtanden und uns Alles wieder zu erringen ver⸗

mocht haben... und jetzt... niemand!

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