Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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44 Rom ſah mit ängſtlicher Spannung nach dem Tode Pius des Achten, nachdem ſchon vorher zwei Monate voll Leiden vorauf gegangen waren, vierundſechszig Tage ent⸗ ſchwinden und man fragte ſich ärgerlich, wann die peinliche Ungewißheit endlich enden ſolle.

Während der Dauer des Conclave leſen die Prälaten, Prieſter und Mönche Meſſen und die geiſtlichen Brüderſchaf⸗ ten und Büßer beten und halten Prozeſſionen, damit Gott einen Papſt verleihe, der verdiene, Nachfolger des Apoſtels zu ſein. Wie ſelten iſt dieſes Gebet erhört worden!

Am Abende vor dem 2. Februar 1831 verbreitete ſich das Gerücht in Rom, die Papſtwahl ſei von den Kardinälen zu Ende gebracht und morgen würde die endlich glücklich zu Stande gekommene Stimmeneinheit beſtätigt werden. Man bezeichnete Mauro Capellari aus Belluno, der von Leo dem Zwölften 1825 zum Kardinal gemacht worden und fünfund⸗ ſechszig Jahre zählte.

Am Morgen ſtrömte die Menge in gleich zahlreichen Maſſen wie am Sterbetage zum quirinaliſchen Palaſte; der Name des neuen Papſtes ſchwebte auf allen Lippen und ein Freudenruf ertönte, als die Botſchaft vom Balkon des Qui⸗ rinal herab öffentlich verkündet wurde. Man ſah, daß bei dieſer Wahl, wie bei denen von Pius dem Sechsten, Sieb⸗ ten, Achten und Leo dem Zwölften, die Hand der Eiferer im Spiele geweſen ſei, dieſer Werkzeuge der Jeſuiten, jenes Or⸗ dens, der wie eine Landplage auf der katholiſchen Welt laſtet. Rom ſah ſich damals ein päpſtliches Joch aufgelegt, welches