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45 jeder ſozialen und politiſchen Beſſerung die Hoffnung ab⸗ ſchnitt.—
Kuriere und Boten flogen nach allen Richtungen ab, ein bewegtes Leben erhob ſich in der Stadt. Karoſſen und die ganze Prälatenſchaft ſammt ihrem Anhange ſtrömten, zum Palaſte, Diplomaten trafen ein und die aus allen Punk⸗ ten eintreffende zahlreiche Geiſtlichkeit zeigte an, daß man zur „Anbetung“ ſchreiten werde.
Donna Olimpia und Panfilio freueten ſich allein. Der Monſignor, welchen man mit der öffentlichen Meinung zu züchtigen drohete, verſetzte:
— Heute haben wir mit Geld Religion fabrizirt; mor⸗ gen fabriziren wir Geld mit der Religion.
Dieſer Grundſatz wird Leo dem Zwölften beigelegt.
Beiden bereitete die Zukunft eine bittere Enttäuſchung.
3. Nach dem Conclave.
Sobald nach beendeter Wahl der Papſt erklärt hat, welchen Namen er annehmen will, läßt man ihn hinter den Altar treten; hier kleiden ihn die Zeremonienmeiſter an. Man legt ihm eine Sotane von weißem Taffet, ein leinenes Chor⸗ hemd und einen Mantel aus rother Seide an und ſetzt ihm eine Mütze aus demſelben Stoffe auf den Kopf. An die Füße thut man ihm rothe ſammtene Pantoffel, mit goldenem Kreuze verziert. Die Kardinäle kommen einer nach dem an⸗ dern und küſſen ihm Hände und Füße; der heilige Vater


