Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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von denen eine ſich noch einmal theilte; an der Spitze der mächtigſten Parteien ſtanden Frankreich und Oeſterreich in ſeiner doppelten Eigenſchaft als Stellvertreter des deutſchen Reichs und Spanien; unter drei und ſechszig Kardinälen ge⸗ hörten nur drei keiner dieſer Parteien an.

Gegen das Ende des achtzehnten Jahrhunderts, bei der Wahl Pius des Sechsten, gab es nur zwei Parteien, welche die übrigen in ſich aufgenommen hatten: die der weltlichen Fürſten und die der nimmer fehlenden Eiferer, Prälaten, welche ihre Stimme den Jeſuiten verkauft hatten und die ihren heiligen Eifer nur als noch eine neue Maske aus⸗ hängten.

Die Wahlen zogen ſich ſo ſehr in die Länge, daß das Conclave ein endloſes geworden wäre, wenn nicht derſpaniſche Miniſter, Florida Blanca, die Geliebten der ſeiner Partei entgegenſtehenden Kardinäle gewonnen und ſo die Eingebun⸗ gen des heiligen Geiſtes von denen eines ſchönen Mundes abhängig gemacht hätte. Frankreich und Spanien über⸗ ſchütteten dieſe Königinnen des Conclave mit Gold und ver⸗ langten dafür, daß die Liebhaber derſelben, durch heimliche Anweiſungen benachrichtigt, zu Gunſten des von ihnen vor⸗ geſchlagenen Kandidaten ſtimmten.

Der Kardinal von Bernis, den man gemeinlich den „andern römiſchen Papſt“ hieß, ließ bei der Nachricht von den Vorgängen den Kardinal Johann Braſchi durch den Einfluß der Mätreſſen ernennen, weil er glaubte, daß dieſer Frankreich ergeben ſei; allein er verſah ſich bei dieſem unter