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Rauchfang der Kapelle als Merkmal an. Wenn Rauch auf⸗ ſteigt, ſo iſt es ein Zeichen zerſchlagener Wahl.
Die kleinlichſten Kunſtgriffe gehen bei dieſen Wahlge⸗ ſchichten Hand in Hand mit den heiligſten Eiden.
Während der Abſtimmung leſen an ſechs Altären Kar⸗ dinäle Meſſe. Die Zettel ſind auf die künſtlichſte Weiſe acht⸗
mmal gefaltet und die Kardinäle ſuchen mit knabenhafter
Aengſtlichkeit und Kleinlichkeit ihre Hand zu verſtellen und das Durchleſen der Stimmabgabe mittels allerlei Schnörkel und Kritzeleien auf der Außenſeite zu verhindern. Die alten Kinder!
Die Geſchichte der Conclaves iſt nicht blos mit Intri⸗ guen, Liſten und Niederträchtigkeiten bezeichnet, ſondern auch mit Entſetzlichkeiten und Verbrechen. Dolch und Gift haben bei unendlich vielen Wahlen ihr Beſtes gethan; Rom und die ganze Chriſtenheit ſind durch die Papſtwahlen mit ver⸗ derblichen Zwiſt, Haß und Blutbad zerfleiſcht und die Erle⸗ digung des heiligen Stuhls fachte den Ehrgeiz zum Ver⸗ derben von Thronen und Nationen an, welche in Folge deſſen öfter von ſchrecklichem Bürgerkriege heimgeſucht wurden.
In neuerer Zeit ſind jene welterſchütternden Stürme freilich nicht mehr damit verknüpft geweſen, aber darum ſind doch die inneren Verhältniſſe unverändert geblieben. Liſt, Heuchelei, Intrigue, Kunſtgriffe und feiler Wucher begleiten jene Wahlen noch heute; eine Menge Parteien bilden ſich noch immer und mehren ſich ſogar mit j dem neuen Conclave. In den Jahren 1689 u. 1691 ſah man ſechs Hauptpanpien,
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