Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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angehören, durch ihre Geburt und Familie, oder durch gewiſſen Verdacht und Ungnade in eine Stellung, welche ſie unwähl⸗ bar macht.

Die vortheilhafteſte Bedingung, wählbar zu ſein, be ſteht in der Vorſchätzung herannahender Schwächen und

Krankheiten, die nur ein kurzes Papſtthum verheißen.

2. Während des Conclave.

Treten wir jetzt ins Conclave ein; wir öffnen damit eine geheime Pforte der römiſchen Kirche. Das Conclave iſt für die römiſche Geiſtlichkeit die beſte Gelegenheit, Ge⸗ wandtheit und Liſt zu zeigen, welche hier ſeit fünfzehn Jahr⸗ hunderten angeſichts der Welt ihr Weſen getrieben haben.

Die kanoniſchen Beſtimmungen ſtellen den Cardinälen die Wahl des Orts frei, wo das Conclave abzuhalten iſt; jedoch ſind die Berathungen über dieſen Gegenſtand bloße Förmlichkeit, denn in der Regel wird der vaticaniſche Palaſt dazu genommen, weil die großen Räume deſſelben am Ge⸗ eignetſten für den Zudrang des Volkes ſind, welches ſtets in dichten Haufen dem Orte zuſtrömt, wo die Kardinäle ſich verſammelt befinden. Die letzten drei Conclave's, in denen Leo XII., Pius VIII. und der gegenwärtige Papſt Gregor XVI. erwählt wurden, fanden im Quirinaliſchen Palaſt ſtatt. Die Erwählung Pius des Siebenten war eine improviſirte; der General Bonaparte ließ ſie durch fünfunddreißig in Ve⸗ nedig verſammelte Kardinäle bewerkſtelligen.