26 näle eriſtirten, und man verhandelte nur einzig und allein über den Kauf der Wahlſtimmen, wobei das Volk in ſeiner naiven, derben Sprache ſagte:
„Non ſi vendona, nel mercato(dirô caſt) le cipolle à queſto, e à quello con ſt vil prezzo comme ſt fa del ſuffragin, de cardinali durante la ſede vaeante, né coſt manſueti ſtanno gli agnelli eſpaſti alla vendita, conforme ſi fanno vedere,
in tal tempo i ſignori cardinali.“—„Die Zwiebeln auf
dem Markte verkauft man, ſo zu ſagen, nicht ſo billig, als die Kardinäle während der Vacanz des heiligen Stuhles ihre Stimme; die zum Verkauf ausgeſtellten Lämmer ſind nicht ſo ſanft, als es die Herren Kardinäle während dieſer Zeit ſind.“
In dem einem Theile der Stadt war man bald über die muthmaßliche Wahl dieſes oder jenes Cardinals einver⸗ ſtanden; in einem andern und zwar eben dort, woher am wenigſten ein erfolgreicher Einfluß geübt werden konnte, wählte man dieſen und ſtürzte jenen: jetzt rief das Gerücht einen Spa⸗ nier als Sieger aus und im nächſten Augenblicke war ein Franzoſe der Günſtling des Glücks geweſen. O! wie viel Päpſte ſetzte Spanien und Frankreich in ihren Plänen auf den Thron, ohne daß das Volk eine Ahnung davon gehabt hätte, wie viele ſchuf das Volk, ohne ſich um Spanien und Frankreich zu kümmern.
Dergleichen Zuſtände mußten natürlich den Plänen der Donna Olimpia günſtig ſein. Jede Verhandlung, jede Verabredung wurde von ihr belauert, ſie verſchwendete Gold


