Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Die Frauen, welche Donna Olimpia unter dem Ban⸗ ner ihrer Intriguen vereint hatte, zeigten ſich überaus eifrig und errangen die größten Erfolge, weshalb man ſie in Rom die Donne-Prelati, die weiblichen Prälaten nannte, und ihren mit der Mitra geſchmückten weibiſchen Sklaven den Beinamen Prelati-Donne, Prälatenweiber, gab. Alle Par⸗ teien wurden überliſtet; den Spaniern wurde die beſondere Vorliebe des Kandidaten für Spanien gerühmt und die Fran⸗ zoſen mit Sympathien für Frankreich beſtochen: ſelbſt mit der Diplomatie aller Länder gab es zu thunz mit den Be⸗ lanti(Eiferern) aber nahm man geheime Rückſprache.

Donna Olimpia und ihre Parteigängerinnen ſprengten überall aus, daß Rom nur unter einem Papſte blühend und

groß ſein könne, der den Frauen gut ſei, buon papa per le

donne, und deſſen Triebe ſich dem weiblichen Blute zuwen⸗ deten, cinè inchinats ad amare il ſangue danneſra.

Waren die oberen Regionen der römiſchen Geſellſchaft in ſolcher Weiſe fortgeriſſen, ſo wurden die übrigen Klaſſen die Beute eines Strudels von Meinungen und Anſichten, welche mit wirbelnder Gewalt die Einwohnerſchaft erſchüt⸗ terte. In den Straßen, auf den öffentlichen Plätzen, in den Kirchen, überall bewegten ſich die Parteien und rieben ſich an einander; Päpſte wurden ein- und abgeſetzt, ſo in den Hütten wie in den Paläſten und Geſandtſchafts⸗ und Gaſt⸗ höfen, welche mit einer Unzahl Fremder, die eben dieſe Ver⸗ anlaſſung nach Rom geführt hatte, angefüllt waren. Es wurden weit mehr Päpſte geſchaffen, als überhaupt Kardi⸗