Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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nungen gegen ſie führten; allein der Zorn der Frauen er⸗ zeugte gegen Panfilio nichts deſtoweniger einen unverſöhn⸗ lichen Groll, deſſen Vergeſſenheit und Verzeihung er ſpäter theuer erkaufen mußte.

Monſignor wußte recht gut, wie heftig und allgemein der Haß der Einwohnerſchaft Roms gegen ihn warz allein er verſteckte ſeinen Verdruß unter einer erheuchelten Gutmüthig⸗ keit, gleichwie Donna Olimpia ihre Leidenſchaften mit ruhigem Ernſte und Unbefangenheit verſchleierte. So waren ſie, ohne ein Wort geſprochen zu haben, mit einander einverſtanden und ihre Pläne waren, ohne daß ſie dieſelben geäußert, ihnen gegenſeitig kein Geheimniß.

Donna Olimpia ſah mit Freude die Kämpfe einer neuen Wahl ſich nahen, wo ſie ihren Einfluß einem jeden verkaufen, von jedem Schritte Vortheil ziehen, mit jedem Plane wuchern konnte; im Conclave ſah ſie eine Erndte von Gold erſprießen.

Panfilio war bei allen ſeinen gewiſſenloſen Wetterwen⸗ diſchkeiten in einem Punkte feſtgeblieben. Dieſer Punkt war die Anhänglichkeit an die Jeſuiten und ihre Intereſſen. Noch ein zweites Gefühl beherrſchte ihn nicht minder ſtark und wahr: dies war ſein Haß gegen die Franzoſen, die er als Feinde der Geſellſchaft Jeſu, welcher er ſich ganz ergeben hatte, kannte.

Monſignor hatte der Gräfin zu verſtehen gegeben, das Conclave zur Wahl eines neuen Papſtes finde in den erſten Tagen des Monats Dezember ſtatt, und in dieſe Verheißung, die