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— Alſo! rief die Gräfin faſt mit heller Freude aus; ſo müſſen wir uns rüſten, einen neuen Papſt zu machen!
Monſignor antwortete auf dieſen Ausruf nur durch Schweigen.
Dieſe Unterhaltung fand in einem geräumigen Saale im zweiten Stock des Palaſtes al pians nobile, am Platze Navone, ſtatt. Wir wollen jetzt mit den beiden Perſonen dieſer Unterredung näher bekannt machen.
Donna Olimpia war trotz ihrer zweideutigen Stellung eine der gefeierteſten Perſonen Roms. Sie war zu Cremona geboren und hatte Venedig lange bewohnt, deſſen Sitten, Sprache und Hinterliſt ſie nicht abgelegt. Olimpia war Wittwe des Grafen Fazio di Serravalle und beſaß in der Lombardei, in der Gegend von Mantua, eines der reichſten Güter mit Reispflanzungen. Als ſie etwas in die Jahre gekommen war, zog ſie den Aufenthalt in Rom jedem an⸗ dern Ort vor. Die heilige Stadt geſiel ihr vorzüglich aus dem Grunde, weil ſie ein Gewebe der heftigſten, unausge⸗ ſetzten Intriguen iſt. Bei Donna Olimpia hatte der Hang nach Intriguen die beiden anderen großen Leidenſchaften ihres jugendlichen und ſpäteren Alters, Liebe und Frömme⸗ lei, überflügelt. Die ſtolze Schönheit ihrer Züge und ihr prächtiger Wuchs gaben ihr noch immer ein Recht, Huldi⸗ gungen anzunehmen; allein nicht dieſen Vorzügen verdankte ſie ihre gebietende Stellung in der römiſchen Geſellſchaft.
Niemand fiel es ein nach dem Alter der Gräfin von
Serrapalle zu fragen; ſie ſchien etwas weiter von der Jugend


