darauf ſprach er mit einem Tone, dem er einen feſten Aus⸗ druck zu geben ſich bemühete:„Ich werde den König von Frankreich nur anerkennen, nachdem ich die Anſicht der übri⸗ gen Mächte vernommen.“
Der Geſandte verneigte ſich; allein mit einigen Worten, welche er ehrfurchtsvoll äußerte, gab er zu verſtehen, daß bei ſolchen Weigerungen eine Trennung der gallikaniſchen Kirche von der römiſchen zu beſorgen ſtünde.
Darauf verſetzte der Papſt zornig:„Es ſteht geſchrieben, daß es Trennungen und Ketzereien geben werde!“
Der Diplomat ſah ein, daß er über die Hartnäckigkeit des Papſtes nicht triumphiren werde. Er richtete daher ſeinen ganzen Einfluß auf die Perſonen, welche auf den heiligen Vater einwirkten.
Die Gräfin machte mit dem Kopfe ein Zeichen des Ein⸗ verſtändniſſes.
— Der Papſt, fuhr Monſignor fort, wurde ſo geſchickt herumgebracht, daß er ſich zur Anerkennung des Königs von Frankreich entſchloß. Seit dieſer Zeit iſt der heilige Vater in eine finſtere,
ſchwere Melancholie verfallen; ſeine inneren Qualen wurden
durch körperliche Schmerzen noch vermehrt. Seine Heilig⸗ keit fühlt in allen Gliedern eine Steifheit, die ihm jede Be⸗ wegung unmöglich macht oder mit den größten Schmerzen verbindet. Dieſer Zuſtand verſchlimmert ſich täglich und geſtern hat die Krankheit einen ſo heftigen Charakter ange⸗ nommen, daß keine Hoffnung zur Geneſung bleibt. 3


