Das iſt kein Spaß! Der Burſche, der das Pferd zurück brachte, ſagte mir das damals nicht, aber geſtern, als ich in Burgdorf war, bin ich dahinter gekommen.“
Herr Klaus von Angern fühlte ſich nachgerade ge⸗ langweilt von der Geſchichte des Herrn Schulze, weil er noch immer die Pointe derſelben nicht abſah. Er ſollte aber mit einem einzigen Worte, das wie ein zündender Blitz ſeine Seele traf, Intereſſe dafür gewinnen.
„Geſtern fuhr ich Weizen in die Stadt, gnädiger Herr, und der Erſte, der mir auf der Gaſſe begegnet, iſt mein Herr Johann Müller, aufgeputzt, wie ein feiner Herr und mit Sporen an den Stiefeln. Ich bleibe ſtehen und ſehe ihn an. Er ſieht mich auch an und geht ganz commode und ohne eine Miene zu verziehen, an mir vorüber. Sollte ich mich denn geirrt haben, dachte ich, ihn nachſehend. Nein, er war es. Er hatte ſich zwar ein Bärtchen wachſen laſſen und war dick und roth geworden, aber er war es. Ich ging ihm nach. Er ſpazierte ganz gemüthlich die Stra⸗ ßen hinab und verſchwand in einem ſehr großen, hübſchen Hauſe. Ehe er aber darin verſchwand, hatte ihn ein jun⸗ ger Burſche ſehr artig gegrüßt. Ich nahm mir das ad notam und trat an den Burſchen heran, als er mir nahe kam.„Wer war denn das?“ fragte ich ihn, auf die Haus⸗ thür zeigend, worin der junge Herr eingetreten war.„Das war Herr Schildt!“ antwortete der Burſche—


