Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Plötzlich ſchlug das Wetter um und es wurde wieder Som⸗ mer. Nun hatte unſer Gaſt keine Ruhe mehr. Er wollte fort, weil er meinte, nun wieder Arbeit zu finden. An dieſem Tage brachten ſie mir einige arme Burſchen in's Verhör, die keine Päſſe und keine Wanderbücher hatten. Ich konnte ihnen nicht helfen und mußte ſie ohne Erbar⸗ men an das Landrathsamt liefern, wo ſie bei Waſſer und Brot ſo lange eingeſteckt werden, bis ſie ſich ausweiſen woher und wohin! Mitten in dieſer Unruhe nahm mein Gaſt von mir Abſchied, nachdem er mich noch gebeten, ihm bis Wegeſtädt ein Pferd zu leihen, da der Weg dorthin furchtbar ſchmutzig durch den anhaltenden Regen geworden ſei. Wir ſagten ihm freundlich Lebewohl und baten ihn, bald einmal wieder zu kommen.

Und um Euer Pferd ſeid ihr nun betrogen fiel Herr Klaus ein.Ja, lieber Schulze, das hättet Ihr Euch aber an den Fingern abzählen können.

Nein, gnädiger Herr. Ich bin um Nichts betrogen. Mein Pferd war am Abend wieder im Stalle, zwar furcht⸗ bar abgetrieben, als hätte es wenigſtens einen Trab von zehn Meilen gemacht und nicht einen von vieren. Aber das iſt mir jetzt erklärlich. Mein Gaſt iſt nach Wegeſtädt geritten und von da zurück nach Burgdorf. Das iſt ein hübſches Ende, gnädiger Herr, ein Kreis von ſieben bis acht Meilen und bei ſo ſchlechtem, aufgeweichtem Wege.