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Angern würde. Damals ſagte er aber nicht ein Wort, daß er den Oberamtmann Schildt ſo genau kenne. Er ging zwar auf den Kirchhof und las alle Leichenſteine, hatte auch ſeinen Witz darüber, daß die alten Herren ein halb Dutzend Namen geführt, aber weiter verrieth er gar nichts, was auf eine nähere Bekanntſchaft hätte ſchließen laſſen können. Und das iſt es, gnädiger Herr, was mir die Augen geöffnet und mich beſorgt gemacht hat, es wäre mit dem Mosje am Ende nicht richtig!“
„Wie ſo denn, lieber Schulze?“ fragte Klaus ganz verwundert.„Ich verſtehe noch nicht—“
„Hören Sie nur weiter. Meine Alte hatte, ſo zu ſagen, ihren Narren an den Menſchen gefreſſen. Sie hätſchelte ihn, ſie kochte und buk für ihn— es war gerade wie Feſttag im Hauſe. Mosje Johann Müller zeigte ſich aber auch nicht undankbar. Eines Tages, als es ein klein bischen weniger regnete, ritt er nach Wegeſtädt, und da brachte er eine Menge niedlicher Sachen mit, Tücher und Schürzen und Bänder. Gerade ſo etwas, woran der Sinn der Frauen hängt und wenn ſie auch ſchon alt und ſchrump⸗ lich werden. Mir brachte er eine prächtige Tabakspfeife. Er erzählte, daß er zwei ſeiner Kameraden in Wegeſtädt getroffen habe, und daß ſein Ränzel mit den beſſern Klei⸗ dern auch dort liege. Sie hätten in Wegeſtädt auf ihn warten wollen. Es vergingen noch zwei bis drei Tage.


