Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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lich in der Stube, als es plötzlich hart an's Fenſter klopfte und ein todtenblaſſes, ſehr weißes Geſicht ſich dicht an die Fenſterſcheiben legte.Wohnt hier der Herr Schulze? fragte der Mann mit dem blaſſen Geſichte. Ich ſtand auf, gab mich als den Schulzen zu erkennen und da ich ſah, daß der Menſch ganz gut angezogen war, auch ſogar etwas Nobles in ſeinem Weſen hatte, ſo ließ ich die Hausthüre öffnen und bat ihn einzutreten. Er kam ganz ungenirt, ſetzte ſich am Ofen nieder und erzählte, daß er von ſeinen Kameraden abgekommen ſei, weil er, von einer Kolik be⸗ fallen, mehrere Tage in Langenfeld habe liegen bleiben müſ⸗ ſen. Meine Frau, die Wohlgefallen an dem hübſchen, net⸗ ten Menſchen fand, bot ihm ein Schälchen Kaffee an, der auf der Röhre wärmte. Er nahm den Kaffee mit Dank an und lobte das ſchöne Butterbrot, das ihm meine Alte dazu gab. Dann gab ein Wort das andere, und ehe wir uns verſahen, zeigte es ſich, daß der junge Wanderburſche, da⸗ für hielten wir ihn, mit meiner Alten noch etwas verwandt war. Na genug, gnädiger Herr wir behielten den blaſſen Menſchen, der gerade ausſah, als ſei er Jahr und Tag nicht an die Luft gekommen, bei uns, und meine Frau that Alles Mögliche, um ihn zu pflegen.

Er ſchien wirklich kränklich zu ſein, denn er brachte die erſten zwei Tage im Bette zu, aber er ſchlief ſeine Krank⸗ heit richtig aus. Am dritten Tage war er von früh an