Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Geſchick mich dahin geleitet hat. Sara, mein Kind, haſt Du denn den langen Jungen, den Stephan, ſo ſehr lieb?

Das Mädchen lächelte ſeelenvoll unter ihren rinnen⸗ den Thränen.

Wenn es der Herr Vater erlaubt, entgegnete ſie ſchnell.Ja, ich habe nichts auf der Welt ſo lieb, wie Stephan.

Nur mich ausgenommen, fügte Vogler mit einem Anfluge von Humor hinzu.

Nein, den Herrn Vater nicht ausgenommen, wagte Sara mit demſelben Humor zu erwiedern.

Vogler nahm es ſehr gut auf. Er lachte, indem er fragte:

Und das ſcheint Herr Stephan ſchon zu wiſſen.

Stephan wollte ehrlich mit der Sprache heraus. Ein ſchneller Augenwink der Frau Suſanne, die dem Frieden nicht traute, ließ ihn klüglich zaudern, und ein guter Geiſt gab ihm dann die ausweichende Antwort ein:

Wie lieb ich Ihre Tochter hatte, das wußte ich wohl, aber daß ſie mich mehr lieben ſollte, als den Herrn Vater, das kann ich nicht glauben.

Vogler war zufrieden mit dieſer Erklärung. Er be⸗ fahl, das lange verzögerte Mittagseſſen anzurichten und nahm ſogleich beim Eintritte der übrigen Tiſchgenoſſen Veranlaſſung, Stephan Kühne als ſeinen nunmehr feſt be⸗