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tert.„Aber ehe ich gehe, wollte ich der gnädigen Frau nur verkünden, daß morgen ſchon ein Bericht an Se. Majeſtät gehen wird, der den Unf iſchinski klar ausei ſetzen ſoll.“—
„Pah! Se. Majeſtä ich ſeit die Gattin ſeines Lieblings Kotſchinski.“—
„Seit drei Jahren,“ forſchte Kaiſerling aufmerkſam. „Sind gnädige Frau nicht länger verheirathet?“
„Unverſchämte Frage!— Vier Jahr.“—
Kaiſerling athmete froh auf. Mit dieſer Erklärung ſiel eine Laſt von ſeiner Bruſt. Dann war alſo Gabriele die rechtmäßige Gattin. Sein Humor erwachte wieder.
„Vier Jahr?“ meinte er, bedächtig den Kopf wiegend. „Gerade ſo lange, wie er todt iſt!— Sie ſind reich und unabhängig geweſen?“ fragte er kühn.
„Jeder, der die Freiherren Wildemann von Buſſer kennt, weiß das,“ antwortete die Dame, ihm den Rücken zuwendend.
„Es wird mir leid thun mit meiner Anklage, zugleich eine ſo ehrenwerthe Familie zu compromittiren.“
„Pah! Der Aldermann denkt zu reüſſiren mit ſeiner Klage?“ 3
„Ohne Zweifel! Im preußiſchen Lande iſt es nicht
Sitte, zwei Frauen haben zu dürfen,“ warf Kaiſerling ein.


