Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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laſſene und Gabriele die Betrogene! Umgekehrt konnte es ja nicht ſein! Wie hätte ein Mann die reizende Gabriele verlaſſen und dieſes Monſtrum heirathen können!Arme, arme Gabriele, ſeufzte der Aldermann.

Sie ſind alſo wirklich die Gemahlin des Herrn Alexander von Kotſchinski? fragte er ganz kleinlaut.

Zweifelt der Aldermann an dem Worte einer Edel⸗ dame? verſetzte ſie ſtolz.

Ich habe ein Recht, zu zweifeln, entgegnete Kaiſer⸗ ling mit wiedergewonnener Faſſung, jedoch mit der inner⸗ lichen Pein einer ſchwer bekämpften Wehmuth.Meine Tochter Gabriele iſt auch die Gattin dieſes Mannes.

Die Dame lachte höhniſch.Eine Tochter des Alder⸗ mannes? Die Gattin Kotſchinski's? Seine Geliebte ſeine Maitreſſe mag ſie geweſen ſein.

Seine Gattin, meine gnädige Frau, fiel Kaiſer⸗ ling ſcharf betonend ein.Seine Gattin, vor mehr als hundert Zeugen ihm angetrauet als Gattin. Verſtehen Sie? begreifen Sie? Kotſchinski iſt ein Schurke! Er hat Sie, er hat meine Tochter betrogen er hat zwei Frauen, das heißt, fügte er malitiös ein,das heißt, wenn Sie wirklich mit ihm getrauet ſind.

Fort! Marchez! ſchrie die Dame empört.Der Aldermann iſt delirant. In's Irrenhaus mit Ihm! Lieber dort, als hier, ſprach Kaiſerling unerſchüt⸗