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„Ich bin der Aldermann Kaiſerling hier aus dem Orte,“ erklärte er ſich verbeugend.
„Was? Aldermann? Das iſt Kaufmann?“ exami⸗ nirte ſie verächtlicher.„Was hat der Aldermann Kaiſer⸗ ling hier im Hauſe meines Vetters, des Domherrn von Buſſer, zu ſuchen?“
„Seinen Schwiegerſohn“— erwiederte Kaiſerling lakoniſch.
„Und was hat der Aldermann mit meinem Gemahle zu thun?“
„Mit dem Gemahle der gnädigen Frau?“ wieder⸗ holte Kaiſerling ſehr verwundert und lächelnd.
„Nun?— Ich hörte doch einen ſehr lebhaften Discours?“
„Ja, mit Kotſchinski“—
„Meinem Gemahl!“— ergänzte die Dame.
Kaiſerling fühlte einen Schauer des Entſetzens durch ſeine Seele rieſeln. Seine Faſſung verließ ihn gänzlich und er ſtarrte mit wahrer Geiſtesabweſenheit die Gnädige an.
Wie aus einem Traume erwachend ſtrich er ſich mit der Hand über die Augen. Es wurde ihm Alles klar, ſo meinte er. Dieſe Frau— ſie war älter als Kotſchinski, ganz augenſcheinlich— Gabrielen's wegen mochte er ſie verlaſſen haben,— natürlich Gabriele war ſchön, wie ein Engel, im Verhältniß zu ihr— dieſe Frau war die Ver⸗


