Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Man wird ſeine Klage höhern Orts gar nicht eſtimiren.

Dafür giebt es Geſetze! Ich habe die Ehre, mich der gnädigen Frau nun in gebührender Achtung zu em⸗ pfehlen! Er verbeugte ſich und ging, ohne daß die Dame ſich herabgelaſſen hätte, den Gruß nur mit einem Zucken der Wimper zu erwiedern.

Erſt draußen in der freien Luft empfand Kaiſerling die Macht des empfangenen Eindruckes. Er ſchwankte und mußte ſich wirklich einige Minuten an die Säulen des Portales lehnen. Dieſer kleinen Zögerung verdankte er einen Einblick in den Wuthausbruch der ſtolzen gnädigen Frau. Mit einer Stimme, welche Todte hätte auferwecken können, ſchrie ſie nach ihrem Gemahle und erlaubte ſich die bezeichnendſten Namen auszuſprechen.

Kaiſerling dachte mit einiger Schadenfreude an die Demüthigung des frechen Mannes. Er ſah es als eine Strafe des Himmels an, daß Kotſchinski hier auf Erden eine Hölle gefunden hatte. Uebrigens erſchien er, trotz aller Befehle ſeiner zornigen Gemahlin, nicht und einer der Bedienten meldete endlich:Der gnädige Herr ſei fortgeritten!

Ende des ersten Cheils.

Leipzig, Druck von Gieſecke& Devrient.

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