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Sein Herr, der Domherr von Buſſer, nenne ihn „Vetter“.
Kaiſerling verzog keine Miene bei dieſer Berichter⸗ ſtattung. Sein gleichgültiges Lächeln bei der Erwähnung der frappanten Aehnlichkeit ſollte jeden Verdacht des Aller⸗ welterzählers im Keime erſticken, und es gelang ihm auch.
Der Bedeutung des geheimnißvollen Aufenthaltes in Magdeburg glaubte er auf der Spur zu ſein, da ihm von Vogler die Wette in Betreff Stephan's mitgetheilt worden war, aber er beſchloß, keine Zeit zu verlieren, um ſeine Geſchichte mit dem Herrn Schwiegerſohne auf's Reine zu bringen.
„Den Vogel wollen wir fangen,“ murmelte er in⸗ grimmig, als er ſeine Staatsgarderobe muſterte, um ſich ſtandesgemäß in Staat zu werfen.
Er kleidete ſich an und marſchirte ſogleich nach der Wohnung des Domherrn hinauf, den er wenig kannte, aber ſeinem Rufe nach hochſchätzte. Von einer Vetter⸗ ſchaft mit ſeinem Schwiegerſohne Kotſchinski war früher⸗ hin nie die Rede geweſen und er verlor ſich in Betrach⸗ tungen darüber, daß ſich ein ſo ehrenhafter Herr, wie der Domherr, in Connex mit dieſem Schurken ſetzen könne, ohne zu bedenken, daß er ſelbſt der Täuſchungsfähigkeit Kotſchinski's ſchmählich erlogen war.


