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Ein Lakai empfing ihn im Portale des Buſſer'ſchen Hauſes. Der Domherr war nicht zu Hauſe.
„So führe Er mich zu dem gnädigen Herrn, der hier im Hauſe logirt, mit ihm habe ich eigentlich nur zu ſpre⸗ chen,“ ſagte der Aldermann in ſehr beſtimmten Tone.
Der Lakai rieb ſich verlegen die Ohren. Er mochte Inſtructionen erhalten haben, die dieſem Verlangen ent⸗ gegen liefen. Er kannte den Aldermann nicht.
„Habe Er keine Furcht, guter Freund,“ beſchwichtigte ihn dieſer.„Der gnädige Herr iſt ein alter Bekannter von mir— und ich weiß ſeinen Namen!“
Der Lakai horchte hoch auf. Das veränderte die Sache. Er hatte kein Bedenken weiter, ſondern öffnete die Flügelthür eines Seitenzimmers, wo Kaiſerling ſo⸗ gleich den beſagten alten Bekannten vor einem Tiſche ſchreibend erblickte. Der Tiſch ſtand vor einem Spiegel, in welchem ſich das Geſicht des von ihm abgewendeten Schreibers getreu abſpiegelte. Allein durch denſelben Spiegel wurde es auch Kotſchinski möglich, den eingetretenen Alddermann, der in der geſchloſſenen Thüre feſt ſtehen blieb und Kotſchinski im Spiegel recogniscirte, zu beobachten. Es war eine tragikomiſche Situation. Kotſchinski's Ge⸗ ſicht ſchien erſtarrt im unzweifelhaften Schrecken über Kai⸗ ſerling's Erſcheinen, und Kaiſerling's Züge nahmen ſofort den Ausdruck ſpöttiſcher und muthwilliger Malice an. Er


