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Es war vielleicht die einzige kleine Rache in Frau Suſan⸗ nen's ehelichem Leben, das den Zwang des Gehorſams über ſie geworfen gehalten hatte bis zu dieſer Stunde, daß ſie nach des ſtrengen Hausherrn Entfernung mit lächeln⸗ dem Geſichte die beiden jungen Menſchen allein ließ, um eine Erklärung und Verſtändigung der eben geſpielten Ko⸗ mödie zwiſchen denſelben möglich zu machen.
Sechszehntes Capitel.
Im Kaiſerling'ſchen Hauſe war es ſehr ſtill. Gabriele trug unausgeſprochen ihr Leid. Editha ſah nicht fröhlich in die Zukunft, weil das Gerücht von einer baldigen Ab⸗ reiſe des jungen Baumeiſters ſprach und er ſich ihr durch eine conſequente Ruhe entfremdete. Das junge Mädchen war durch die letzten Erfahrungen ihrer Schweſter tief er⸗ ſchüttert und ſie hatte ſich darauf ein Syſtem von Hinge⸗ bung und Liebe erbauet, dem allerdings ein beſchäftigter Mann nicht nachkommen konnte. Johannes that nichts, um ihr ſeine Neigung zu beweiſen, obwohl er nicht ange⸗ ſtanden hatte, ſie ihr gelegentlich zu verrathen. Mußte Editha nicht zweifeln an der Aechtheit derſelben? Ihre ſtille Trauer rechtfertigte ſich in den Augen ihrer etwas


