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junge Mädchen neigte erſchrocken ihr Haupt.„Fürchte nichts— die Sachen ſtehen ſonſt gut— Gott gebe nur, daß es denen hier gelingt, den König zu veranlaſſen, alle die Männer, welche nicht feſt im Geſchäſt angekauft oder ſich hinein geheirathet haben, zur Cantonpflichtigkeit zu verdammen—“
„Aber, Mutter, dann iſt ja Stephan verloren—“ rief das junge Mädchen erſtaunt.
„Oder auch nicht!“ erwiederte Frau Suſanne lako⸗ niſch.„Verſtehſt Du, Sara?“
Sara verſtand und ſchwieg. Sie war klug genug, ihre Augen zu beherrſchen und ihren Mund zu unterjochen, ſo lange ihr„Herr Vater“ mit ſeinen Argusblicken ſie be⸗ wachte. Wir bezweifeln aber keinesweges, daß ſie deſto eiliger war, Verſäumtes nachzuholen, je ſtoiſcher ſie ſich im Beiſein des Herrn Vaters bewieſen hatte. Mindeſtens verließ Stephan das Haus mit freudeleuchtenden Blicken und ſeine Haltung verrieth etwas vom Stolze ſeines Herzens.
Hingegen der„Herr Vater“ war auch ſehr zufrieden. Sara's Betragen hatte ſeinem Mißtrauen Einhalt gethan und ſeiner Vaterwürde Genüge geleiſtet. Die froſtige Einſilbigkeit ſeiner Tochter war nie größer geweſen, als an dieſem Mittage, und die Mienen Frau Suſannen’'s ſprachen eine Zufriedenheit damit aus, die ihm ſchmeichelte.


