Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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in ihre Familie eintreten zu ſehen, mit Aberglauben feſt, weil er ihr an jenem ominöſen Montagsmorgen wie ein Bote des Himmels erſchienen war. Daß ſich ihr ſtrenger Ehegemahl damals von der erſten Zornhitze hatte verlei⸗ ten laſſen, den jungen Mann zu engagiren, mußte ſie zu⸗ geben, aber ſie ſah eine ſo erſprießliche Ernte aus jener Uebereilung emporſchießen, daß ſie dieſelbe ſegnete.

Bei Sara war die Veränderung der Gemüthsſtim⸗ mung eben ſo auffallend, wie bei Frau Suſanne, nur daß ſie ſich auch verſchönernd im Aeußern geltend machte. Die ſteife kalte Grazie ihres Weſens hatte einer frohſinnigen Lebendigkeit Platz gemacht und das kurze, flüchtige Lächeln, das ſonſt nur ausnahmsweiſe den ernſten klaſſiſchen Zü⸗ gen ihres Geſichtes Leben verlieh, lag jetzt wie der Ab⸗ glanz eines Sonnenlichtes feſt auf ihren Mienen.

Frau Suſanne's Blick hing mit dem Ausdruck ächter, liebevoll mütterlicher Bewunderung an ihrer Tochter, als dieſe bald, nachdem Herr Vogler unwirſch und im eigenen Widerſpruche das Zimmer verlaſſen hatte, zu ihr eintrat. Das Mädchen ſah glücklich aus. Wie bald konnte ein Herrſcherwort des Vaters dies Glück tödten!

Man ſah deutlich, daß ihr des Lebens Bedeutung und Seligkeit näher getreten, daß ihr Sinn für andere Freuden, als Convenienz und Sitte ſie aufbewahrt, auf⸗ gegangen war. Sie hatte kennen gelernt, wie ein Herz