Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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Wer möchte das abläugnen! rief Frau Suſanne ſelbſtvergeſſen.

Alſo könnte Sara mit ihrem Schickſale zufrieden ſein, ſchloß er milder.Noch iſt's aber ſo weit nicht und ich bitte mir aus, daß nichts darüber geplandert wird. Er ging grollend hinaus.

Frau Suſanne blieb allein. Sie lachte ſchadenfroh hinter dem Haustyrannen her, der ſich endlich in ſeine eigene Starrköpfigkeit gefangen hatte. Sie war auf dem Punkte angelangt, nicht allein ohne Gewiſſensbiſſe, ſon⸗ dern ſogar mit einem gewiſſen Behagen den Reſpect, den ſie ſeit fünfundzwanzig Jahren in ſich gehegt hatte, ganz aus den Augen zu ſetzen und mit Freude an die Fatalitä⸗ ten zu denken, die ihren Eheherrn zu dem letzten Mittel greifen laſſen würden. Frau Suſanne's Principien hat⸗ ten ſeit ganz kurzer Zeit eine bedeutende Umwälzung er⸗ litten. Sie gab ein lebendiges Beiſpiel ab, daß perſön⸗ liche Intereſſen die ſicherſten Zerſtörer der Unterwerfung ſind. Offenbaren Widerſtand hätte ſie freilich noch nicht gewagt, aber zu kleinen Intriguen fühlte ſie ſich ſehr ge⸗ neigt, wenn es Noth thun ſollte. Ihrer Ueberzeugung nach war Stephan Kühne der paſſendſte Mann für ihr Kind, der paſſendſte Gehülfe ihres Mannes und der paſſendſte Genoſſe ihres ſtreng geregelten Hausſtandes und ſie hielt ſich an der Hoffnung, ihn als Schwiegerſohn