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iſt der Herr von Kotſchinski, der ſich mit dem Herrn von Alendorf in eine Wette eingelaſſen hat. Es ſoll ſich um fünfhundert Thaler handeln—“
„Stephan's wegen?“ forſchte Frau Suſanne klein⸗ laut. Sie verſtand die ganze Geſchichte nicht recht.
„Freilich! Er hat behauptet, den Stephan binnen acht Wochen eingekleidet nach Potsdam ſchicken zu wollen. Herr von Alendorf hat dies beſtritten und das Gelingen ſeines Vorſatzes in Zweifel geſtellt. Zuletzt haben ſie gewettet.“
„Daß dann der Herr von Kotſchinski alles aufbieten wird, um Stephan's habhaft zu werden, iſt einzuſehen,“ klagte Frau Suſanne..
„Er wird ihn aber nicht einkleiden laſſen, ſo lange Abraham Vogler lebt,“ entgegnete Vogler barſch.„Es iſt eine dunme Geſchichte, Mutter Suschen— eine ſehr dumme Geſchichte und das Aergerlichſte an der Sache iſt, daß ſich ein alter Practicus, wie ich, endlich auch ein Mal gründlich übereilt hat. Aber ſei ganz ruhig, wenn alle Saiten reißen, ſo weiß ich ein ſicheres Mittel.“—
Frau Suſanne vergaß ihre ſonſtige Vorſicht. Ihr Auge blitzte freudig auf und ein ſeliges Lächeln verklärte ihr Geſicht, als ſie im Verſtändniß dieſes Mittels ihn freudig unterbrach:„Nicht wahr, unſere Sara?“
1858. X. Vorwärts! I. 12


