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wieder aus den Augen verſchwand, wie er gekommen war. Kannſt Du mir deshalb zürnen, mein Vater?“
Kaiſerling, eben ſo ſchnell verſöhnt, wie zornig, nahm Gabrielen in den Arm und ſtreichelte ihr die Wangen. „Kind, Herzenskind— das iſt aber eine abſcheuliche Ge⸗ ſchichte“— flüſterte er.„Haſt Du ihm verziehen— wirſt Du uns verlaſſen?“—
„Nein! Ich verachte ihn mehr, als ich ihn liebe, mein Vater! Gehe Du zu ihm, wenn er hier ſein ſollte, oder ſchreibe Du ihm, daß er meine Seelenruhe nicht ſtören möge. Ich will ferner nicht ſeine Gattin ſein! Aber ich möchte das Aufſehen meiden, das gerichtliche Scheidungen machen.“
„Haſt Recht! Wirſt Du aber feſt bleiben, Herzens⸗ kind?“— Er machte ein ſehr bedenkliches Geſicht. Ga⸗ briele erröthete heiß in der Erinnerung an die eben durch⸗ lebten Auftritte, aber ſie deutete auf ihren Knaben und entgegnete mit tiefer Bedeutung:„Seine Ehre wird mein Schutz ſein! Aus welchem Grunde Kotſchinski mich ver⸗ ſtoßen und betrogen hat, mag der allmächtige Gott wiſſen. Ich fühle mich ſtark genug, ohne ihn zu leben, aber”“— ihre Stimme hob ſich und wurde feſter, als ſie den omi⸗ nöſen Brief, den ſie zuletzt von ihm erhalten hatte, ergriff und ihn ihrem Vater überantwortete,—„aber er ſoll und muß dieſe Niederträchtigkeit widerrufen, er ſoll und


