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der gefürchtetſte für Rothenſee war und noch immer blieben die grenzenloſen Ueberfluthungen aus, die das Eigenthum und ſelbſt das Leben der Dorfbewohner in Gefahr gebracht hatten.
Der Fluß trat höher auf's Land. Das war natürlich. Aber er ergoß ſich nicht, wie in der letzten Zeit, über die Feldmarken.
Jetzt begannen ſelbſt die Großprahler kleinlaut zu werden. Kaiſerling ging, wie ein ſchnurrender Kater, mit leiſen Tatzen umher und contrecarrirte einige ſeiner frü⸗ hern Behauptungen. Editha hingegen ſtrahlte im Glanze eines innern Entzückens. Sie gehörte, ihrer Innerlichkeit zufolge, ſo ganz zu Johannes, daß es zwiſchen dieſen beiden jungen Menſchen gar nicht einmal der Erklärung bedurft hatte, um gegenſeitig ſich gebunden zu fühlen.
Wenige Worte genügten, das Intereſſe an einander aufzuhellen und dieſe kurzen Geſpräche bildeten die Feſſel ihrer Herzen.
Daß der ſtrahlende Nimbus, den die dankbare An⸗ erkennung des Volkes um den erſt verachteten Architekten warf, ihre Neigung höher entflammt und ihr eine Nahrung gewährt hatte, welche ſie dauernd zu machen verſprach, das fühlte Editha dunkel, ohne ſich dabei eingeſtehen zu wollen, wie ſchwer die Wirkung der Aeußerlichkeit auf ihre Liebe war. Es lag in der Erziehung der Kaiſerling'ſchen Töchter,


