Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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mit ihrem Gatten. Die Leichenbläſſe des Schreckens er⸗ ſtarrte ſein Geſicht, ſeine Hand ſank willenlos von der Schulter des jungen Mannes herab und ſein Körper ſchwankte von der gewaltigen Bewegung ſeiner Seele. Kein Laut kam über ſeine Lippen und er ſchien nicht im Stande zu ſein, ſeine Augen vor dem ſtarren, furchtbar anklagenden Blick Gabrielen's zu ſenken.

Wie zwei Bildſäulen ſtanden ſie eine Minute einan⸗ der gegenüber. Stephan, unbekümmert um die Seelen⸗ pein ſeiner Begleiterin, benutzte wohlweislich dieſe Zeit, ſprang eilig in das Gebüſch zurück und lief ſpornſtreichs zu der Gruppe, wo Vogler's Bier getrunken wurde. Er berichtete ſein Abenteuer mit fliegendem Athem.

Vetter Vogler ſtand ſchnell von der Erde auf und ſetzte ſich in Poſitur.

„Laß ihn herankommen, mein Junge,“ rief er mit herausforderndem Tone,„laß ihn Dich aus unſerer Mitte „im Namen des Königs“ holen! Wir wollen ſehen, ob er Courage dazu hat. Das wäre der Erſte aus Magde⸗ burgs Mauern, den die Gewalt und Willkür uns ent⸗ öge!“

Aller Blicke wendeten ſich erwartungsvoll nach der Gegend, wo Stephan hergekommen war. Koetſchinski er⸗ ſchien jedoch nicht.

Die Gemüther beruhigten ſich wieder und der Spott